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Entwicklungen zur Dollar-Euro-Parität – was kommt auf uns zu?

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Die ING Groep NV prognostizierte bereits 2014 eine besonders negative Euro-Dollar Entwicklung und gab somit die akkurateste Wechselkurs-Entwicklungs-Prognose aus. Nach der neuen Entscheidung der EZB vor ein paar Tagen sehen nun die Niederländer erst recht keinen Grund darin, von ihrem Pessimismus abzurücken – sie sagen voraus, dass die Euro-Gemeinschaftswährung bis spätestens Mitte 2017 auf Parität zum Dollar fallen wird.

ING sagte bereits Kurs für Ende 2014 treffend voraus

Im Jahr 2014 hatte das Jahreshoch noch bei 1,3993 Dollar gelegen – gemäß einer Umfrage von Bloomberg sagten damals rund 30 Prognostiker einen Kurs von 1,15 Dollar bis Ende 2016 voraus. Die Experten der ING Groep prognostizierten jedoch, dass die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank, die eigentlich der Wiederbelebung der Wirtschaft des Euroraums dienen und die Deflation bekämpfen sollte, die Euro Währung stärker belasten würde als von den meisten anderen erwartet. Schließlich möchten nur wenige Investoren möchten ihre Euros halten unter dem Aspekt, dass die Hüter der Währung die Geldmenge ausweiten. Hinzu kommt, dass Dollar-denominierte Vermögenswerte immer attraktiver werden, wenn die Federal Reserve ihre Zinsen erhöht.

Inzwischen sieht es fast schon so aus, als würde die Parität sogar noch eher als erwartet eintreffen – Prognostiziert wurde sie ursprünglich zum Ende des ersten Halbjahres 2017. Dieses schnellere Fallen wird vermutlich den Euro-Verfall noch weiter vorantreiben. Die ING verdrängte 2014 die LBBW (Landesbank Baden-Württemberg) vom Platz als bester Devisen-Prognostiker. Denn unter anderem lautete eine ihrer zutreffendsten Vorhersagen, dass der Euro bis Ende 2014 um 13 Prozent auf einen Stand von 1,20 Dollar fallen würde und tatsächlich ging es mit dem Euro abwärts – bis auf 1,2098 Dollar sank die Währung. Bloombergs Prognose unter Strategen lautete auf 1,28 Dollar.

Auch Prognose von Staatsanleihen-Kauf traf zu

Für zusätzlichen Pessimismus sorgte dann noch die Meldung Anfang Januar 2015, dass die Verbraucherpreise im Dezember in der Eurozone annualisiert um 0,2 Prozent gesunken sind. Dies ist seit fünf Jahren nicht mehr gewesen! Dadurch erhöhte sich der Druck auf EZB-Chef Mario Draghi, der auch prompt verkündete, mit dem Staatsanleihen-Kauf zu beginnen. Mit dieser Strategie soll der Wirtschaft Barmittel zugeführt und dadurch der Wechselkurs des Euros gedrückt werden.

Die Prognose-Experten von ING rechneten ebenfalls bereits im Vorfeld damit – ihre Prognose wurde nochmals am 22. Januar 2015 bestätigt, nämlich dann, als sich die EZB im neuen Jahr erstmalig wieder traf. Hinzu kommt eine recht hohe Wahrscheinlichkeit (59 %), dass die Fed nun die Zinsen erhöht. Sie sollen von derzeit null Prozent bis 0,25 Prozent und dann nochmals im September auf vermutlich 0,5 Prozent steigen – dies zeigt zumindest die aktuelle von Bloomberg veröffentlichten Futures-Daten. Bislang halten noch die meisten EZB-Beisitzer eine Erhöhung der Zinsen vor Ende April für unwahrscheinlich.

Darum gehen die Experten mit Draghi hart ins Gericht

Dank der stark umstrittenen Entscheidung der EZB über den Ankauf von Staatsanleihen im Wert von etwa 1,1 Billionen Euro gehen die meisten Experten mit Draghi hart ins Gericht. Scharfe Kritik hagelt es auch seitens der Bundesbank. Der Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Gefährdung der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Er fordert, dass die EZB sich mehr auf seine Kernaufgabe, der Preisstabilität, konzentrieren müsste.

Auch die Mehrzahl der anderen Experten hält von den neuen EZB-Plänen überhaupt nichts. Die EZB-Beschlüsse haben bereits jetzt große Wirkung an den Finanzmärkten und Börsianer und Spekulanten jubeln. Und die Talfahrt des Euros ist unterdessen kaum zu stoppen!

Der Kursverfall hat aber auch ein paar Vorteile: Exporte aus der Euro-Zone in die USA und den übrigen Dollar-Raum sowie in weite Teile Asiens sind billiger – dies kurbelt die Exportwirtschaft an. Im Gegenzug dazu werden Importe, aber auch Urlaubsreisen in US-Länder, deutlich teurer.

 Wiki Page: http://de.wikipedia.org/wiki/United_States_Dollar

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